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Leider zeigt sich immer wieder das Problem, dass gesetzlich versicherte Patienten keinen Therapieplatz bekommen. Oder anders formuliert: Die Wartezeiten, die Psychotherapeuten mit Kassenzulassung den anfragenden Patienten nennen, sind unzumutbar lang.

Das liegt nicht etwa daran, dass diese Psychotherapeuten zu wenig arbeiten oder bestimmte Patienten "nicht wollen" - es gibt leider einfach zu wenig Psychotherapeutische Praxen mit Kassenzulassungen, denn diese sind streng begrenzt.

 

Als Patient haben Sie aber einen Anspruch auf eine zeitnahe Behandlung, wenn Sie krank sind - auch wenn es um Ihre psychische Gesundheit geht!

Das Sozialgesetzbuch sieht daher einen Ausweg für solche Fälle vor:

Nach § 13 Abs. 3 SGB V können Patienten im Falle eines "Systemversagens" (also wenn sie keinen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung bekommen bzw. die Wartezeit zu lang wäre) sich die Leistung in einer Privatpraxis selbst beschaffen. Die gesetzliche Krankenversicherung muss diese dann "in angefallener Höhe" begleichen.

Gerichte haben in der Vergangenheit bereits durch ihre Urteile unterstrichen, dass eine Wartezeit von mehr als 6 Wochen als unzumutbar zu werten ist.

Ich unterstütze Sie gern bei dem Vorgehen, eine Kostenerstattung zu beantragen. Wichtig ist, dass Sie tatsächlich versucht haben müssen, einen "regulären" Therapieplatz zu bekommen, denn die Krankenkassen fordern dafür auch Belege. Auch sollten Sie Ihre Krankenkasse kontaktieren und mit Ihrem Problem konfrontieren, damit diese die Möglichkeit hat, Sie bei der Suche zu unterstützen.

Es sollte gemeinsam ein/e Psychotherapeut/in gefunden werden, den Sie innerhalb von 30 Minuten erreichen können und der Ihnen innerhalb von 6 Wochen einen Therapieplatz in Aussicht stellen kann.